LokSound in de G 4/5 107

 

G 4/5 107 in 1991 über Bergün. Im Hintergrund das Bergdorf Latsch.

 

Seit Märklin mit dem digitalen System (von Lenz) für Gleichstrom Modellbahnen kam, hatte ich eine digitale Modellbahn. Zu dieser Zeit baute ich eine Bemo-Strecke nach dem Vorbild der Rhätischen Eisenbahn. Die Installation der damals großen Decoder war problematisch. Die meisten Lokomotiven mussten dafür einen Führerstand opfern. Einige Jahre später kam der erste Sounddecoder. Das war für meine Lokomotiven unmöglich. 2004 entschied ich mich für die Normalspur H0 und verabschiedete mich (vorübergehend) von der RhB.

Wie anders ist es jetzt. Die heutigen Mikrodecoder können viel mehr und sind so klein, dass sie in jede Lokomotive passen. Seit 2016 versorgte Bemo RhB-Lokomotiven mit Ton, aber noch keine Dampflokomotive. Nachdem ich ein Video über die Installation von Sound in einem Bemo G 4/5 gesehen hatte, beschloss ich, es 2016 selbst zu versuchen. Deshalb habe ich mir einen G 4/5 gekauft, natürlich den 107!

 

ESU hatte den Sound des G 4/5 für den LokSound micro V4.0 verfügbar. Der Mikrodecoder könnte in den Tender der Dampflokomotive eingesetzt werden. Für den mitgelieferten Lautsprecher war jedoch wenig Platz. Vor allem, wenn noch ein PowerPack eingebaut wird. Jetzt lieferte ESU den ultrakleinen 50326, einen Lautsprecher mit den Abmessungen 12x14x5,5 mm. Im Video wurde es in den Dampfkessel für den Motor eingebaut. Der Kessel passt direkt über den kleinen Lautsprecher. Ein Stück Gegengewicht wurde jedoch entfernt. Das war kein Problem, die Lokomotive besteht größtenteils aus Metall und wiegt schwer genug. Ich habe Decoderkabel verwendet, um eine Verbindung zum Decoder herzustellen. Diese dünnen Drähte wurden über den Motor gelegt. Der Kessel passt auch darüber.

 

Die Lokomotive hat einen starren Rahmen und rutschfeste Gurte. Ich hatte erwartet, dass dies die Stromaufnahme unzureichend machen würde. Die Installation eines PowerPack musste dieses Problem lösen. Ich hatte jedoch vergessen, die Decodereinstellung CV 113 (Überbrückungszeit Energiespeicher) zu erhöhen. Standardmäßig ist der Wert 32 eingestellt, was einer halben Sekunde entspricht. Das war jahrelang genug! Erst nach 4 Jahren Fahrt bemerkte ich, dass die Lok noch irgendwo stehen blieb. Ich habe den Wert auf 150, 2,4 Sek. Eingestellt. Die Lok fährt jetzt über alles, fährt aber auch im Notfall 2,4 Sekunden lang weiter. Die Tender-Räder haben auch Stromabnehmer.

 

 

Es war schwierig Platz in den Tender zu finden. Durch die Verkleinerung des Ballastgewichts war dies möglich. Der Decoder kam an einer der Seitenwände entlang, das "Powerpack" passte in die Mitte. Aufgrund der tiefen Kohlengrube war vor im Tender wenig Platz. Also passt einfach alles.

 

 

In meiner Unwissenheit montierte ich den Lautsprecher auf den Kopf. Der Sound ist jedoch perfekt. Ich werde es einfach so lassen.

Auf den Fotos befindet sich der 107 noch mit dem Typenschild "Albula" auf dem Fahrerhaus. Das hatte sie 1990 nicht. Ich habe jetzt ein Ersatzfahrerhaus, aber dieses noch nicht montiert.

 

Wenn Sie also ein Fahrerhaus mit dem Typenschild "Albula" haben möchten, melden Sie sich .....

 

Decodereinstellungen

 

Nach der Installation müssen einige Decodereinstellungen angepasst werden:

  • CV29-Konfigurationswert 2 + 4 + 8 + 32 = 46 (28 Geschwindigkeitsstufen + Analogbetrieb zulassen + RailCom + lange Adresse)
  • Zufallsgeräusche aus: CV61 und CV62 Wert 0
    Ich mag die Zufallsgeräusche überhaupt nicht. Kohle schaufeln, Wasser pumpen, Sicherheitsventil, schön, dass es drauf ist, aber nicht in einem Moment, wenn Sie es nicht hören wollen.
  • PowerPack-Überbrückungszeit: CV113-Wert 150 (ca. 2,4 Sek.)
  • Beschleunigung und Bremsverzögerung begrenzt (steuerung durch "Koploper"): CV3- und CV4 Wert 10

Mein Wunsch war es, zusätzlich zum normalen Dampfauslass zu hören:

  • Bremse quietschen, kurz bevor sie zum Stillstand kommen.
  • Die Luftpumpe starten, sofort nach einem Stopp.
  • Hintergrundgeräusche im Stillstand: Leichtes Zischen.
  • Zylinderkrane öffnen sich beim Abfahrt: Lautes Zischen.
  • Und in dem Schattenbahnhof ist jeder Ton ausgeschaltet.
  • Das Bremsgeräusch, das Hintergrundgeräusch und das Blasen der Zylinderkrane sind standardmäßig voreingestellt.

Die Luftpumpe wird von "Koploper" eingeschaltet, genau wie das Ein- und Ausschalten aller Geräusche in dem Schattenbahnhof.