Tunnelportale

Nach Vorbild der RhB

 

Tunnelportale von Swiss Model Rail, links das Modell TUN3R und rechts TUN2R.

 

Leider hat meine Modelleisenbahn viele Tunnelportale. Leider, denn mit all diesen Löchern kann es wie der sprichwörtliche (Schweizer) Käse aussehen. Aber es ist das Ergebnis einer kleinen Anlage mit drei sichtbare Eisenbahnstrecken. Dann die Tunnelportale so realistisch wie möglich bauen und mit Büsche und Bäume tarnen.

Ich verwende Tunnelportale der Schweizerischen Swiss Model Rail (SMR) und Pirovino. Alle Innenwände sind von SMR.

 

SMR-Tunnelteile aus unbemaltem Gips.

 

Die Tunnelportale stehen oft in einem Bogen und das Gleis ist normalerweise in einem Hang. Dies musste bei der Installation berücksichtigt werden. Die Portale basieren auf dem alten Tunnelprofil der RhB. Das ist ein enges Profil. Dies kann zu Problemen bei einem kleinen Bogenradius führen.

 

 

Ein Bogen und / oder eine Neigung bedeutet, dass die Innenwände nicht direkt auf das Tunnelportal geklebt werden konnten. Darfür müssen die Seiten der Innenwände angepasst werden. Dies war mit einer groben Feile möglich.

 

Auf dem Foto werden zwei Sätze von Innenwänden vor der Installation auf einem Gleisbogen mit einem Bogenradius von 380 mm und einer Neigung von 3,5% angepasst.

 

Auf die Rückseite des Portals wird ein Stab geklebt, gegen den der Fahrdraht später gelötet wird. Die Innenwände sorgen für ausreichende Stabilität.

 

Der poröse Gips ist schwer zu kleben. Ich habe auch mal Klebeband und Sekundenkleber für die Oberleitung verwendet.

 

Vor dem Lackieren wurden die Portale immer wieder auf die Anlage hingestellt, um zu prüfen, ob die Züge passieren konnten.

 

Für die endgültige Installation wurde ein Vallejo Wash angewendet. Hauptsächlich mit Hellgrau (Art. 76.515) und nach dem Trocknen etwas Grau (Art. 76.516) und Braun (Art. 76.513).


Das Foto zeigt, dass das hohe Portal nach vorne und das niedrige Portal nach hinten geneigt ist. Dies lag daran, dass der Tunnel der Modelleisenbahn eine Neigung von 3,5% aufweist und die Portale senkrecht waren.

 

Die Pirovino-Tunnelportale sind bereits hell lackiert. Eine Anpassung war dort nur in begrenztem Umfang möglich.

 

Ich habe versucht, für die sichtbaren Strecken keinen Kurvenradius von weniger als 520 mm zu verwenden. Ich musste einen Tunneleingang in der oberen Spur auf einen schärferen Bogen mit einem Radius von 380 mm verschieben. Dann wird die Platzierung Millimeter Arbeit:

 

Bei einem Radius von 380 mm auf beiden Seiten kaum 1 mm Spielraum!

 

Für die Herstellung der Tunnel und Eingrabungen wurden Profile nach dem Vorbild des RhB verwendet. Die Tunnelportale von SMR erfüllten dieses Profil genau. Pirovinos Portale waren etwas niedriger. Vor dem Sichern der Portale auf der Anlage wurde der Raum mit einer selbergemachten Tunnelprofilform überprüft.

Das alte RhB-Tunnelprofil ist zur Schiene 54 mm hoch und hat eine bogenförmige Oberseite mit einem Radius von 25 mm. Auf Schienenhöhe ist das Profil 47 mm breit.

 

 

Es sollte betont werden, dass dieses RhB-Profil schmaler ist als die Modelleisenbahnnorm NEM 104, die eine Breite von 54 bei einem Radius von 376 mm angibt. Während des Neubaus des Albula-Tunnels begann die RhB auch mit der notwendigen Renovierung anderer Tunnel auf der Albula-Linie. Das neue RhB-Tunnelprofil ist höher und breiter. Auf Maßstab 1:87 reduziert: Höhe 61 mm und Breite 60 mm.

 

Bei dem Einschnitt wurde eine Breite von 60 mm in Schienenhöhe verwendet, gefolgt von einer Neigung von 5: 1. Damit können alle Züge den Bogen passieren.

Es ist zu beachten, dass das alte Tunnelprofil des RhB so niedrig ist, dass die Stromabnehmer fast auf das Dach fallen. Bei den Bemo-Lokomotiven dürfen den (Verriegelungs-) Haken nicht stören. Es ist einfacher, dem Tunnelportal im Höhe 2 mm mehr Freiraum zu geben.

 

Oben: Tunnelportal "Landwasser - oben"

(Pirovino Art. nr. 837.843)

 

Rechts: Tunnelportal "Streda - unten"

(Pirovino Art. nr. 837.001)

 

Diese Pirovino-Portale hatten bereits einen Teil der Innenwand, so dass nur ein kleines Extra benötigt wurde.

 

Der später zu montierende Oberleitungsdraht hat einen Befestigungspunkt an der Stange im Portal. Hinter dem Portal muss ausreichend Arbeitsraum vorhanden sein, um den Fahrdraht zu spannen und sicherzustellen, dass er ordnungsgemäß an die Tunneloberleitung angeschlossen ist. Während des Baus konnte ich eine Kamera hinter dem Portal platzieren. Der noch weiße Gips gab während der grünen Weihnachten 2019 noch ein bisschen Wintergefühl:

 

 

Das Tunnelportal rechts von dem Bahnhof wurde ebenfalls in einer Kurve mit Radius 376 mm platziert. Auch hier war eine genaue Platzierung erforderlich. Der Bemo RhB EW II Wagen mit seinen hervorstehenden Dachrinnen war für alle meine Fahrzeuge entscheidend:

 

Pirovino-Tunnelportal "Bärentritt unter", Artikelnummer 837 430, in einem Bogen mit Radius 380 mm.

 

Die Portalmauer wurde erhöht mit einem Stück Mauer von Swiss Model Train, Artikel-Nr. 0606 T-Mauer15K