Tischaufbau

 

In meinem Modellbahnzimmer hatte ich bereits Anlagen mit sehr unterschiedlichen Formen. Außerdem bin ich auf alle möglichen Nachteile gestoßen, die ich mit dieser Modellbahn vermeiden wollte. Meine Hauptanforderungen waren:

 

  • Neben der Anlage musste ausreichend Platz für einen Schreibtisch, einen Arbeitstisch mit Stühlen und viel Stauraum vorhanden sein.
  • Das Zimmer musste leicht zugänglich bleiben. Zum Beispiel verursachte ein abnehmbares Teil hinter einer Eingangstür einmal zu viel Ärger.
  • Alles auf die Anlage musste leicht zugänglich bleiben, auch auf den verborgenen Streckenabschnitten.

 

Ich benutze jetzt einen kleinen Teil des Raumes. Dies schuf viel Wohnraum, in dem man auch gut arbeiten kann. Ich kann bequem an einem Arbeitstisch sitzen. Der Nachteil dieser Wahl war, dass die Anlage unter einer schrägen Decke platziert wurde. Das gab dem Aufbau Grenzen. Der Platz unter dem untersten Teil konnte nicht für die Anlage verwendet werden, sondern für die Zugänglichkeit der Rückseite der Anlage. Die Anlage war 3,60 m lang und 1,60 m tief.

Ich habe immer mit gehobeltes Kiefern gearbeitet. Es ist einfach zu bearbeiten und war noch nie ein Problem. Der Rahmen wurde aus 94x18 mm Brette gebaut. Die Tischbeine sind Latten 44x44 mm mit abgerundeten Ecken.

Der Rahmen ruht auf sechs Pfosten in der Mitte (auf diesem Foto sind nur zwei montiert). Wandschrauben tragen den Tisch an den Seiten.

Ich habe 4 LED-Strahler für die Beleuchtung der Anlage ausgewählt.

Typ: Philips CorePro LEDspot MV 4.5-50 W 827

(Das Foto ist vom 24. September 2015)

Der Tisch wird weiter aus Latten und 6 mm Sperrholzplatten aufgebaut. Die Schienen wurden auf 4 mm Kork geklebt, der wiederum auf 12 mm Sperrholz geklebt wurde. Das Sperrholz wurde so klein wie möglich geschnitten, um viel Arbeitsraum zu lassen. Ich habe dabei einen Fehler gemacht: Ich habe die Platzierung von Oberleitungsmaste in der Breite der Streifen nicht berücksichtigt. Auch die Tunnel-Oberleitung braucht lokal extra Breite. Die Streifen sind jetzt 5 cm breit. Für die Oberleitung ist mindestens einseitig weitere 2 cm erforderlich.

 

Das Foto zeigt das untere Schattenbahnhof und darüber liegt das Holz bereit für das zweite Schattenbahnhof.

 

Ich wurde gefragt, ob das Kork notwendig ist. Die Bemo-Züge sind leicht und produzieren wenig Lärm. Ich habe später einige Abstellgleise ohne Kork verlegt. Dann stellte sich heraus, dass das Geräusch der Züge auf der Strecke ohne Kork lauter war. Das Kork hat also sicherlich eine Wirkung.

 

Im späteren sichtbaren Teil wird der Tisch so weit wie möglich mit Platten verschlossen. Die Platte für das Bahnhof blieb unten leicht zugänglich. Später gab es viele Anschlüsse, Weichenantriebe und Signale, die auch von unten zugänglich bleiben müssen.

 

Die Anlage weist große Höhenunterschiede auf. Von dem unteren Schattenbahnhof (Höhe 0) fährt der Zug über Bahnhof Filisur (30 cm +) zur höchsten Strecke (50 cm +) und dann wieder hinunter zur zweitem Schattenbahnhof (20 cm +). Das zweite Schattenbahnhof konnte wegen der schrägen Decke nicht hoch angebracht werden.

Die Strecken sind auch entlang die vertikalen Platten verlegt. Infolgedessen gibt es viel Arbeitsraum in den Schleifen.

 

Nachdem alle Schienen verlegt waren, und nach Probefahren, konnte der Tisch geschlossen werden. Die endgültige Landschaft wurde berücksichtigt. Ich benutze dafür gerne Styrodur-Platten.

Die Platten lassen sich leicht mit einer Säge schneiden. Ich benutze auch eine grobe Reibe, um die gewünschte Form zu erhalten. Kleine Stücke werden am besten mit einem scharfen Abreißmesser geschnitten.

Danach war die Form der Landschaft bereits sichtbar. Zu viel über Styrodur ist kein Problem. Zum Beispiel entfernte ich später Teile an den Stellen, an denen etwas gebaut werden musste, wie z. B. Felsen.

 

Auf dem Foto die Situation nach 1 Jahr, am 02. August 2016.

Nachdem ich den Styrodur in Form geschnitten hatte, wurden einige Ecken mit PU-Schaum besprüht, einem Material, mit dem ich aus Umweltgründen so wenig wie möglich arbeite. Und Styrodur kann belastet werden, PU-Schaum nicht.

Dann wird die raue Landschaft mit einer Schicht Gipsgewebe bedeckt. Für die spätere Landschaftsgestaltung habe ich das Gipsgewebe braun gestrichen. Auf die Stellen späterer Felsen habe ich den Styrodur grau  gemalt. Die braunen Bereiche werden dann mit Woodland T45 versehen. So entstand frühzeitig eine vorzeigbare Modelleisenbahn.

Das letzte Bild erinnert mich immer ein wenig an die Anfangszeit des RhB, die Zeit von Willem Jan Holsboer!

 

Diese letzten Bilder zeigen, wie die obere Kehrschleife durch eine graue Wand, an der später Felsen ​​hergestellt wurden (direkt über der Dampflokomotive auf dem letzten Foto), vor der Sicht geschützt ist. Diese Kehrschleife konnte aufgrund eines Dachträgers nicht weiter zurück verlegt werden. Aus diesem Grund bekam Filisur bei mir eine extra Felspartie!

 

Die Bilder zeigen auch, dass ich den Hintergrund blau angestrichen habe. Ich wollte keinen Foto-Hintergrund. Hellblau oder Hellgrau sind sehr geeignete Farben. Ich nahm eine hellblaue Wandfarbe, Karwei (NL) Wandfarbe IG PS-1198.

 

 

Änderungen

 

2017 habe ich auch das oben liegende Schattenbahnhof mit einer Kreisbahn ausgestattet. Aufgrund des begrenzten Platzes und des Höhenunterschieds in den verbindenden Strecke wurde dieses Projekt zu einer komplizierten Aufgabe, aber es war möglich!

 

 

In der Mitte des linken Fotos sehen wir die neue Strecke. Von der aufsteigenden Spur rechts steigt die neue Verbindung zunächst etwas an, danach steigt sie zur Kehrschleife im Hintergrund ab. Das 4 mm dicke Sperrholz biegt sich ausreichend für diesen vertikalen Bogen und schließt sehr gut an das Kork an.

Auf dem rechten Bild sehen Sie die gleiche Strecke mit dahinten dem Schattenbahnhof "Wiesen" darüber einer Kehrschleife.

 

Im Jahr 2020 wurden drei weitere Abstellgleise auf der untersten Ebene verlegt. Züge, die nicht im Fahrplan enthalten sind, können hier abgestellt werden. Die äußere Spur kann auch als Test- und Programmierspur verwendet werden. Der Stromanschluss kann dort auf analoge, digitale oder digitale Programmierung umgeschaltet werden.

 

 

Das Schienenmaterial stammt hier von Peco und liegt ohne Kork direkt auf dem Holz. Die Züge hier machten mehr Lärm als auf Korkstreifen.

Fallschutz

 

Fünf Jahre lang hatte ich keine Absturzsicherung entlang der Strecken. Eine Entgleisung könnte bedeuten, dass ein Zug frei fällt. Das ist niemals passiert. Aber beim Arbeiten unter der Modelleisenbahn habe ich manchmal Wagen von den Schienen gestoßen, zum Glück ohne weiteren Schaden. Es war ohnehin der Grund, Absturzsicherung anzuwenden.

Im März 2020 wurden in einem von der Corona-Krise erzwungenen "Lockdown" Kunststoff- und Kiefernstreifen angebracht.

 

 

In den Bögen sind Kunststoffstreifen (2 x 30 mm) mit Tesa Power Bond befestigt. Der Kunststoff ragt 10 mm über die Schiene hinaus.

Auf gerade Abschnitte wird ein Kiefernstreifen 4 x 26 mm geklebt. Es ragt nur 6 mm über die Schiene hinaus. Neigungstests zeigten, dass dies ausreichend war. Die Zugänglichkeit der Strecke ist damit nicht beschwerlich  eingeschränkt.

Der Freiraum zwischen Streifen und der Mitte des Gleis muss mindestens 25 mm betragen.