Lokremise Filisur

Modifizierter Bausatz von Pirovino (CH) art. Nr. 843 600

 

 

Der Bau der Lokremise Filisur, meines dritten Bausatzes vom Schweizer Pirovino, dauerte viel weniger lange als der Bau des Bahnhofs oder des Hotels Grischuna. Aber auch in diesem Bausatz gab es einige Unterschiede zum Vorbild. Infolgedessen war ich länger als erwartet mit dem Bau beschäftigt. Nach einiger Zeit wagte ich es kaum, einen Balken zu kleben, ohne zu prüfen, ob er tatsächlich da war. Angesichts des Preises keine gute Sache.

 

Das Vorbild in 2016.

Das Modell "Im Bau" ...

 

Die Remise hatte beim Vorbild eine Untersuchungsgrube zwischen den Schienen und vertieften Bodenteilen neben den Schienen. Pirovino ließ den gesamten Boden in Erdbodennähe mit einer Erhebung am Anfang und am Ende. Die Schiene befand sich auf der gleichen Höhe wie die Erhebungen am Anfang und am Ende. Gute Idee, aber das schließt nicht an auf die richtige Höhe draußen. Oder der gesamte Schuppen musste "in den Erdboden hinein". Ich habe die Untersuchungsgrube angebracht und weiter alles auf Erdbodenniveau gehalten. Von außen sieht man nichts davon.

 

Kleine Scharniere selber machen.

Es funktionierte!

 

Der Bausatz enthielt die alten Türen mit einer Stahlquerstrebe an der Innenseite, wie sie (wahrscheinlich) ursprünglich installiert waren. Wenn ich richtig gesehen habe, haben die Türen jetzt 3 Holzklampen und zwei einzelne Klammern. Ich gehe davon aus, dass sich die Scharniere sowohl in der alten als auch in der neuen Situation in der Position der horizontalen Verstärkungen befinden müssen. Das Modell hatte nur zwei grobe Scharniere pro Tür außerhalb der horizontalen Verstärkungen. Das war unmöglich! Ich habe Pirovino auch danach gefragt. Er antwortete, dass es schwierig sei, drei Scharniere gut funktionierend an zu bringen. Ich habe drei Scharniere platziert, aber nur die obere und die untere Scharniere sind funktionsfähig. Das Bild bleibt somit wie beim Vorbild. Ich habe die mitgelieferten Scharniere durch selber gemachte, viel kleinere ersetzt. Ich werde das Innere der Türen vorerst nicht anpassen.

 

Ich habe ein einzelnes Messingrohr hergestellt, das auf einer kleinen Heftklammer läuft. Eine zweite Option ist ein Zweirohrscharnier, bei dem das untere Rohr etwas größer ist. Der Stift wird dann im Oberrohr befestigt und hat etwas Spiel im Unterrohr. Ich würde das gerne später noch einmal versuchen.

 

 

Zum Glück hatte das Dach den guten Schweizer Herzziegel. Das Gips wurde mit Vallejo 70.910 Orangerot gestrichen und nach Bedarf mit Wash Vallejo 76.514 Dunkelbraun und 76.519 Olivgrün bearbeitet. Es war nur schade, dass das Gips eine leichte Krümmung aufwies, deshalb musste ich das Dach an der Dachkonstruktion befestigen. Dadurch war das Dach nicht mehr abnehmbar!

 

Das Hauptproblem beim Bau war die Stabilität des Materials. Während am Bahnhof und im Hotel ein MDF-Kern verwendet wurde, besteht der Schuppen nur aus dünnem Sperrholz. Und das verbiegt sich nach dem Kleben oder Malen. Das Ergebnis war eine Schrägstellung von Wänden und Boden. Nur aufgrund der festen Dachkonstruktion kam eine ausreichende Stabilität in das Gebäude. Nach der Platzierung auf der Anlage sank der Boden wieder flach.

Die G 3/4 1 "Rhätia" steht auf diesem Foto aufgrund der Schrägstellung des rechten Bodens noch leicht geneigt.

 

Das unbemalte Innere des Daches verleiht einen besonderen Effekt.

 

Für einem gut aussehenden Modell fehlten einige Details. 1: Dachkanten. 2: Eine Konstruktion zum Anbringen der Oberleitung. 3: Fallrohre und 4: Haken und Hakenösen an den Türen, um die Türen in geöffneter Position zu verriegeln.

Ich verzichtete auf die Fallrohre, das andere ist aus Messing fertiggestellt und wurde montiert.

 

 

Noch ein paar Bilder des Modells auf der Modelleisenbahn:

 

 

Die auf den Fotos sichtbare Drehscheibe wird auf der Seite Peco Drehscheibe beschrieben.